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3. Die Parochie Kunzendorf
Kunzendorf gehörte bis 1869 zur ehemahgen Pfarrei Schleise, weshalb auch noch beim Neubau der Schleiser Kirche 1851 die Bauverpflichtungen in gewissem Verhältnisse von den Kunzendorfern geleistet werden mußten. Seitdem Schleise im 17. Jahrhundert seine pfarrliche Selbstständigkeit verloren und nach Wartenberg abjungiert worden, war den Kunzendorfern der großen Entfernung wegen der Besuch des Pfarrgottesdienstes sehr erschwert. Als der Freie Standesherr, Burggraf Karl Hannibal von Dohna, 1615 Kunzendorf dem St. Matthiasstift zu Breslau verkaufte, wurde dem Käufer "weil im Kauf auch das Jus patronatus und Kirchlehen inbegriffen" die Berechtigung zugesprochen ",in Kunzendorf eine Kirche zu erbauen, einen Pfarrer einzusetzen, die Dezimas, welche die Kunzendorfer bisher dem Pfarrer daselbst zuzueignen." - Wenn auch das St. Matthiasstift von dieser Berechtigung keinen Gebrauch machte, so fanden die Kunzendorfer in seelsorglischer Beziehung doch ein großes Entgegenkommen und große Erleichterung dadurch, daß am dortigen Herrenhause eine Kapelle errichtet wurde, in welcher ein Ordenspriester aus dem St. Matthiasstift in Breslau regelmäßigen Gottesdienst hielt. Diese Wohltat genossen die Kunzendorfer bis zur Säkularisation der Klöster im Jahre 1810. Die Beschwerlichkeit im Besuch des Gottesdienstes regte bei ihnen den Wunsch und Plan nach Errichtung eines Kirchen- und Pfarrsystems in Kunzendorf an (1857). Stadtpfarrer Kupietz war diesem Plane nicht nur nicht hinderlich, sondern unterstützte denselben aufs kräftigste und führte ihn unter vielen persönlichen Opfern und mit Überwindung verschiedener Schwierigkeiten auch aus. Nachdem am 19. Dezember 1865 die Stelle Hypotheken-Nr. 31 als Bauplatz erworben worden, konnte am 13. September 1866 durch Pfarrer Kupietz der Grundstein gelegt werden. Die Ausführung des Baues war dem Maurermeister August Molke in Wartenberg übertragen. Zuerst erfolgte der Bau der Pfarrgebäude; indessen nahm auch der Kirchbau einen so glücklichen Fortgang, daß am 13. Oktober 1867 die Aufsetzung des Turmknopfes und Kreuzes und am 27. September 1868 die feierliche Benediktion der St. Mariam immac. gewidmeten Kirche durch Erzpriester Leidel zur größten Freude der neuen Pfarrgemeinde und unter allgemeiner Teilnahme des Archipresbyterats erfolgen konnte. Stadtpfarrer Kupietz zelebrierte in dem neuen Gotteshause das erste heilige Amt. Die Errichtungs- und Umschreibungsurkunde des Fürstbischofs Heinrich für die Pfarrei Kunzendorf vom 24. April 1869 erhielt am 21. Juni 1869 die Landesherrliche Genehmigung. Die Parochie umfaßte darnach außer Kunzendorf die Ortschaften Carlowitz, Neu und Nieder Stradam. Ein Patronat besteht nicht; sämtliche Lasten haben die Parochianen allein zu tragen; die Besetzung der Pfarrstelle unterliegt der freien bischöflichen Verleihung. An Liegenschaften besitzt die Pfarrei:
a. in Kunzendorf, die für dieselbe erkauften Grundstücke Hypotheken-Nr. 80 (30 a 10 qm), Hypotheken-Nr. 33 (3 ha 79 a 30 qm).
b. Die laut III der Errichtungsurkunde "zum Unterhalt des Pfarrers" bestimmte Pfarrwidmut in Nieder Stradam im Flächeninhalt von 42 ha 33 a 20 qm, darunter an Holzung 12,9960 ha.
Unterm 23. November 1870 wurde der freiresignierte Pfarrer Paul Stanowski von Miedzna Kreis Pleß zum Administrator der Pfarrei Kunzendorf ernannt und am 24. Januar 1871 als solcher eingeführt; er verließ aber Kunzendorf schon wieder am 16. September nächsten Jahres. Die Pastoration übernahm Erzpriester Franz Marzon (der Erbauer der herrlichen Schmograuer Kirche) als Commorant und führte dieselbe recht segensreich bis zu seinem am 17. Mai 1877 in Kunzendorf erfolgten Tode. Es begann jetzt für die Parochianen eine recht trübe Zeit, da sie wegen der unglückseligen kirchenpolitischen Verhältnisse ohne Seelsorger bleiben, des Gottesdienstes und Sakramenteempfangs in ihrer Pfarrkirche entbehren mußten. Am traurigsten war es um die Kranken bestellt; doch fanden die Kunzendorfer in Pfarrer Zajadacz-Trembatschau einen allzeit bereiten Berater und Helfer in der Not. Erst nach sieben Jahren konnte ihnen ein eigener Seelsorger gesandt werden. Unterm 26. April 1884 wurde der Weltpriester Augustin Liborius Rossochowitz, geb. zu Reichtal 16. Juli 1838, Priester seit 28. Juni 1869, welcher durch 8 1/2 Jahre in Amerika das Brot der Verbannung hatte essen müssen, als "Hilfsseelsorger" in Kunzendorf angestellt. Eifervoll waltete er seines Amtes bis zum 21. August 1888, da er als Pfarrer nach Jeschona abging. Ihm folgte der bisherige Pfarrverweser von Groß Lassowitz, Franz Böhm, geb. zu Heydau 10. Februar 1834, Priester seit 6. Juli 1861, als erster investierter Pfarrer von Kunzendorf.
Er starb am 13. Januar 1892 im Kloster der Barmherzigen Brüder zu Breslau. Seine Bestattung erfolgte auf Wunsch der Parochianen in Kunzendorf. Das Benefizium erhielt der bisherige Domsakristan Richard Liwowski (geb. 29. Juli 1855 zu Klutschau, Priester seit 27. Juni 1889), zunächst als Pfarrverweser, am 29. Oktober 1892 als wirklicher Pfarrer. In die Amtszeit dieses Pfarrers fällt (1893) die Umpfarrung der bisher zum Pfarrverbande Trembatschau gehörenden Kirchengemeinde Dalbersdorf mit den Ortschaften Dalbersdorf, Boguslawitz, Eichgrund, Grunwitz und den Gastgemeinden Reesewitz, Galbitz, Ober und Nieder Mühlwitz sowie der Kolonie Wirschmok mit allen Rechten und Pflichten nach Kunzendorf, wodurch der Plan des Stadtpfarrers Kupietz, den dieser bei Gründung des Kunzendorfer Kirchspiels im Auge hatte, nämlich nicht bloß den Parochianen von Kunzendorf, sondern mehr noch den in den genannten Ortschaften der Parochie Trembatschau zerstreut lebenden Katholiken eine bequemere Erfüllung ihrer religiösen Pflichten zu ermöglichen, gesetzmäßig geregelt wurde. - Nachdem Pfarrer Liwowski auf die Pfarrstelle Trembatschau transferiert worden, behielt er auf Verfg. des geistlichen Amtes die Verwaltung der Pfarrei Kunzendorf noch weiter, bis unterm 29. Juli 1897 Kuratus Karl Urban in Oberglogau (geb. 25. Mai 1864 zu Kobier, Priester seit 27. Juni 1889) zum Pfarradministrator ernannt wurde, der am 16. August 1897 sein Amt antrat. Während seiner nur kurzen Wirksamkeit hat er sich um die Ausstattung des Gotteshauses sehr verdient gemacht. Als er Anfang des Jahres 1899 die Pfarrei Sodow übernahm, folgte ihm am 21. Januar 1899 Pfarradministrator Franz Paterok, geb. 8. Oktober 1869 zu Sucholona, Priester seit 11. Juni 1897, und diesem im April desselben Jahres der bisherige Pfarradministrator von Pogrzebin, Martin Pancherz, (geb. 13. November 1867 zu Wischnitz, Priester seit 25. Juni 1895), welcher unterm 8. September 1900 von Sr. Eminenz, dem Fürstbischof Kardinal Dr. Georg Kopp die Investitur auf Kunzendorf erhielt. Seit 1911 bekleidet der Pfarrer das Amt des Actuarius circuli.
Ehe Schule war zu Kunzendorf schon lange vor Erlaß des General-Landschul-Reglements (1763) vorhanden. 1749 wird Gregor Mira, Schulmeister in Kunzendorf, genannt. Diesem folgten: Matthias Wojtasch (1772); Franz Wojtasch († 1814); Bartholomäus Fabian; Ignaz Perlitius (1829), feierte 1868 sein 50jähriges Amtsjubiläum. Ihm folgte 1872 Franz Poßwik und diesem 1878 Franz Dirbach. 1832 wurde ein neues Schulhaus massiv erbaut und 1840 ein Hilfslehrer angestellt. 1910 erhielt die Schuh eine dritte Lehrkraft. Gegenwärtig (1911) wird ein neues Klassenhaus erbaut. Die Schule zählt 199 Kinder in vier Klassen. Der Hauptlehrer ist Organist im Nebenamt.
Das Küsteramt versieht der besonders angestellte Küster.

Die Mater adjuncta zu Nieder Stradam
Die ehemalige Pfarrkirche, deren ursprünglicher Titel nicht feststeht, ist jedenfalls bei Aussetzung des Ortes zu deutschem Recht mit der Widmut begründet worden. Mitte des 16. Jahrhundert kam sie in protestantische Hände, wurde 1629 wieder katholisch und blieb es auch, als Ende 1633 alle übrigen Landkirchen in der Standesherrschaft wieder evangelisch wurden, weil ihr Patron katholischen Glaubens war. Dieser, Kaspar von Oderwolff, Besitzer von Nieder Stradam, unterhielt zunächst auf seinem Hofe daselbst einen eigenen Kaplan; 1637 wurde Nieder Stradam nach Wartenberg adjungiert. Nach dem Bericht des Archidiakon, Weihbischof Neander vom 27. September 1666 war das Kirchengebäude von Holz, ebenso der Turm, in welchem zwei Glocken hingen. Kirchweih wurde am Sonntag nach Martini gehalten. Es fand sich ein altes, nicht mehr gebrauchtes Ciborium vor; das Sanktissimum war entfernt. Die in guten Stand gesetzte Kirche war überhaupt sauber und mit Bildern geben; der Fußboden aber nicht gepflastert. Gottesdienst fand jeden dritten Sonntag statt, wozu der Geistliche von dem Besitzer des einen (von Sigrodt'schen) Gutsanteils mit Wagen geholt und abgefahren werden mußte. Der Pfarrer hatte hier einen Garten und eine nur wenig zur Kultur geeignete Widmut; der Pfarrwald war durch die Gutsherrschaft und die Hörigen völlig ruiniert; ebenso der Pfarrhof. Für den Lehrer gab es kein Unterkommen. Mitte der zwanziger Jahre des 18. Jahrhunderts wurde die Kirche einer gründlichen Renovation unterzogen, auf welche der Patron, Hans Georg Freiherr von Dyhrn, über 400 Reichstaler beizutragen hatte. Die dort jeden dritten Sonntag stattfindenden Gottesdienste waren von den katholischen Einwohnern der umliegenden Ortschaften immer zahlreich besucht; in Stradam selbst lebten nur sehr wenige Katholiken. Am Anfange des 19. Jahrhunderts war das Kirchengebäude in so schlechtem Zustande, daß es 1806 wegen Baufälligkeit geschlossen werden mußte. Die gar zu geringe Zahl der Eingepfarrten machte die Instandsetzung unmöglich und es kam Weihnachten 1811 zum Verkauf und Abbruch der Kirche. Ein Fleischer aus Stronn hatte sie für 35 Reichstaler erstanden. Der Glockenturm mit den beiden Glocken blieb erhalten, mußte aber 1816 repariert werden, wozu der Erlös für die verkaufte Kirche verwendet wurde. Das tägliche Aveläuten und das Läuten bei Begräbnissen besorgte gegen eine bestimmte Entschädigung der auf dem Pfarrhofe wohnende Widmutspächter, bis ihm diese Verpflichtung nebst Entschädigung 1827 von dem evangelischen Ortslehrer angenommen wurde. Dieser Umstand und die Nachlässigkeit des Stadtpfarrers Juraschek ermöglichte es später der politischen Gemeinde Nieder Stradam, den Kirchhof im Prozeßwege als Eigentum zu erstreiten.
Auf dem Friedhofe befindet sich ein altes Grabdenkmal (eine 1,89 m lange, 0,90 m breite Sandsteinplatte) für den am 16. August 1613 im Alter von 74 Jahren verstorbenen George Puster d. Ü. von Bulewitz (mit je vier Wappenschildern an den Langseiten;
1. der Puster a. d. H. Bulewitz;
2. der Schönfelder a. d. H. Wentzewade;
3. der Wiltschker a. d. H. Kritkau;
4. der Rechenberger a. d. H. Obach;
5. der Selen (Sellin ?) a. d. H. Babitz;
6. der Loben a. d. H. Kietdobline;
7. der Styttenheim a. d. H. Golsen und
8. der Mauswitzer a. d. H. Leuten.
Der Grabstein lag ehemals im Presbyterium der Kirche.
Das auf der Widmut stehende Wohngebäude, welches zuletzt noch Schulzwecken gedient hatte, wurde im Mai 1879 zum Abbruch meistbietend verkauft. Durch Stadtpfarrer und Kreisschulinspektor Kupietz war am 1. Mai 1862 zu Nieder Stradam als Nebenschule von Kunzendorf eine katholische Schule eröffnet und der Hilfslehrer in Kunzendorf mit dem Unterricht beauftragt worden. Behufs Errichtung einer öffentlichen katholischen Schule wurde 1869 das Grundstück Nr. 6 erworben. Nach Kupietz' Tode ging die Nebenschule ein. Den Bemühungen des Erzpriesters Zajadacz gelang es, später für die schulpflichtigen katholischen Kinder aus Nieder, Neu und Ober Stradam bei der Königlichen Regierung die Erteilung des schulplanmäßigen katholischen Religionsunterrichts zu erwirken.

Die ehemalige Filialkirche zu Dalbersdorf
ist ursprünglich selbständige Pfarrkirche gewesen. In einem im Königlichen Staatsarchiv aufbewahrten Zinsregister des Domkapitels zu Breslau vom Jahre 1400 wird Nikolaus Tannenfeld, Pfarrer von Dalbersdorf, genannt. In einer Urkunde Herzog Konrads d. d. Oels am Dienstag nach Mariä Lichtmeß 1411 ist vonm Kirchlein zu Dalbersdorf die Rede. Mitte des 16. Jahrhunderts wurde die Kirche protestantisch, verlor ihre Selbständigkeit und erscheint 1622 als Filialkirche von Reesewitz. Sie führte den Titel von St. Laurentius. Kirchweih wurde immer, auch zu der Zeit, da die Kirche in protestantischen Händen sich befand, am Sonntag nach Laurentius (10. August) gefeiert. Das Kirchlehn (Patronat) gehörte von jeher den Besitzern der Rittergüter Dalbersdorf, Boguslawitz und Grunwitz zu gleichen Teilen. Infolge des Restitutionsedikts wurde die Kirche 1629 dem katholischen Kult zurückgegeben und mit Trembatschau vereinigt, am Sonntag Septuagesima 1634 aber predigte Pastor Smolius von Reesewitz schon wieder in der Dalbersdorfer Kirche. Sonnabend vor Reminiscere (24. Februar) 1654 erfolgte auf Grund des Westfälischen Friedensschlusses die endgültige Rückgabe der Kirche an die Katholiken. Am Sonntag Lätare hielt Pfarrer Melde aus Trembatschau zu Dalbersdorf den ersten katholischen Gottesdienst. Noch vor der Rückgabe der Kirche war der Dalbersdorfer Pfarrhof abgebrannt. Die Pfarrgebäude sind, weil die Widmut verloren gegangen, nicht mehr aufgebaut worden. Weihbischof Neander fand bei der Archidiakonalvisitation 1666 die Holzkirche als vollständige Ruine im armseligen Zustande vor. Den Altar zierten drei Statuen: in der Mitte Jungfrau Maria, seitlich St. Laurentius und St. Barbara. Im Glockenturm hingen zwei Glocken. Filialgottesdienst wurde monatlich einmal gehalten. Für Instandsetzung des Gotteshauses ist wenig getan woher es verfiel mehr und mehr. 1721 wird berichtet, daß des erbärmlichen Bauzustandes wegen schon seit Jahren das heilige Opfer nicht mehr gefeiert werde, die Kirche auch weder Kelch noch irgend welche anderen Paramente besitze. An Kapitalvermögen waren damals 18 Reichstaler vorhanden, an Außenständen 20 Reichstaler beim Gutsherrn. Jeden vierten Sonntag und am dritten Hochfesttage wurde nur gepredigt. In einem alten Rechnungsbuche des Pfarrachivs zu Trembatschau steht zum Jahre 1742 zum letztenmal eine Klingelbeuteleinnahme zu Dalbersdorf vermerkt, woraus wohl zu schließen, daß die dortige Kirche bald darauf ganz einging. Nur der Glockenturm mit Kirchhof blieb erhalten. Der Erlös für die zum Abbruch verkaufte Kirche wurde zinstragend angelegt. 1829 betrug das Kirchenvermögen 350 Reichstaler 28 Silbergroschen, wovon damals mit Bewilligung des Patronats und der geistlichen Behörde a. zur Reparatur des Trembatschauer Pfarrhofs 120 Reichstaler und im Jahre 1832 b. zur Erbauung des Glockenturms auf dem Dalbersdorfer Kirchhofe 220 Reichstaler 23 Silbergroschen 11 Pfennig verwendet wurden. Mittels Urkunde vom 5. Oktober 1893 sprach Kardinal und Fürstbischof Dr. Georg Kopp die Umpfarrung der Filialkirchengemeinde Dalbersdorf von Trembatschau nach Kunzendorf aus, welche unterm 19. Januar 1894 von Staatswegen bestätigt und in Vollzug gesetzt worden ist. Zu den am 20. April 1894 übergebenen kirchlichen Vermögensstücken gehörte:
1. Der alte, als Begräbnisplatz seit dem 30. November 1879 geschlossene Kirchhof (für dessen Umzäunung die Guts- und Gemeindebezirke von Dalbersdorf, Boguslawitz, Eichgrund und Grunwitz gemäß 4 des Statuts für den neu errichteten Friedhof des Amtsbezirkes Dalbersdorf vom 9. Juni 1881 zu sorgen haben) eingetragen in den Grundsteuerdokumenten sub Art. 19 auf die katholische Kirche zu Dalbersdorf, Kartenblatt 1 Parzellen Nr. 139.
2. Der darauf stehende hölzerne Glockenturm nebst zwei Glocken.
3. Die Kapitalien nämlich ein Schlesischer 3 1/2 % Pfandbrief über 150 Mark und ein Sparkassenbuch über 568 Mark 28 Pfennig.
Die Errichtung einer katholischen Schule in Dalbersdorf hat schon Erzpriester Zajadacz ins Auge gefaßt. Vorläufig erhalten sechzig katholische Kinder schulplanmäßigen Religionsunterricht durch die Lehrer aus Kunzendorf.
Innerhalb seines Schloßgartens, dem alten Kirchhofe gegenüber hat der gegenwärtige Besitzer, Graf Czarnecki, eine schöne steinerne Marienstatue errichten lassen.

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